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Rüssel-News - Neues aus der Welt der Elefanten!
Neues aus der Welt der Mammuts
Elefanten mit Straßenphobie
28.10.2008 - Biologie, Stephen Blake (Max-Planck-Institut für Ornithologie, Seewiesen) et al.: PloS One, Onlineausgabe vom 27. Oktober/ ddp/wissenschaft.de - Markus Zens
Die Dickhäuter meiden Forstwege aus Angst vor Wilderern
Afrikanische Waldelefanten haben große Angst vor Straßen: Sie betrachten Forstwege als tödliche Bedrohung und vermeiden daher jeden Kontakt mit ihnen. Das hat eine Studie der Umweltschutzorganisationen Wildlife Conservation Society und Save the elephants ergeben. Im Auftrag der Organisationen hatte ein internationales Forscherteam das Verhalten von Waldelefanten in Zentralafrika untersucht. Die Wissenschaftler unter der Leitung von Stephen Blake, der mittlerweile am Max-Planck-Institut für Ornithologie in Seewiesen arbeitet, kamen zu einem eindeutigen Ergebnis: Straßen versetzen Waldelefanten in Todesangst, weil die Tiere die Wege mit eindringenden Wilderern verbinden.
Um das Verhalten der Tiere untersuchen zu können, versahen die Wissenschaftler die Elefanten mit Halsbändern, die mit einem GPS-Sender ausgestatten wurden. Dadurch konnten sie die Bewegungen der Elefanten detailliert verfolgen. Insgesamt bekamen 28 Tiere solche Bewegungssensoren, Ort der Untersuchung war die Republik Kongo und das daran angrenzende Gabun.
In den Ergebnissen zeigte sich ein eindeutiges Verhaltensmuster der Waldelefanten: Die Tiere vermieden es so weit wie möglich, in die Nähe einer Straße zu kommen oder sie zu überqueren. Während des Versuchszeitraums überquerte nur ein einziges Tier eine Straße und das in einer Geschwindigkeit, die 14-mal so hoch war wie die der üblichen Gangart. "Sie bewegen sich in den Wäldern wie verängstigte Mäuse", beschreibt Blake das Verhalten der Elefanten.
Die Straßen beeinflussen die Bewegung der Tiere demnach ähnlich stark, wie es Mauern oder Käfigwände tun würden. Blake fürchtet daher, dass der Lebensraum der Waldelefanten immer weiter einschränkt wird - vor allem, weil aktuell in vielen Teilen Zentralafrikas stark in den Straßenbau investiert wird. Weil sich die Tiere dann auf immer engerem Raum drängten, seien Störungen in ihrem Sozialverhalten wahrscheinlich. Zudem könne es zu Hunger und Krankheitsausbrüchen unter den Elefanten kommen. Vonseiten der Entwicklungshilfeorganisationen erhofft sich der Forscher daher eine erhöhte Sensibilität für die Tiere: Bei der Planung neuer Straßen sollten die Bedürfnisse der Elefanten mit einbezogen werden, um das Vordringen von Wilderern und die Zerstörung ungestörter Waldgebiete zu minimieren.
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Elegante Elefanten
22.08.2008 - Biologie /John Hutchinson (The Royal Veterinary College in London) et al: Journal of Experimental Biology, Bd. 211, S. 2735/ddp/wissenschaft.de - Sonja Römer
Die Rüsseltiere bewegen sich nicht so schwerfällig, wie ihre Statur vermuten lässt
Elefanten weisen trotz ihres unbeweglich wirkenden Körperbaus ähnliche Bewegungsmuster auf wie die vergleichsweise leichtfüßigen Pferde. Das haben Forscher um John Hutchinson vom Royal Veterinary College in London herausgefunden, als sie an 15 Elefanten die Koordinationsmuster von einzelnen Gliedmaßen und Gelenkbewegungen untersuchten. Die Beobachtungen der Wissenschaftler könnten zur Früherkennung von Skelettmuskelerkrankungen genutzt werden.
Elefanten können ihre Fortbewegung ohne sichtbare Änderung der Gangart beschleunigen, hatten Forscher in früheren Studien bereits gezeigt. Im Vergleich zu kleineren Tieren wie zum Beispiel Pferden, die ihre Gangart abrupt der aktuellen Geschwindigkeit anpassen und etwa vom Trab in den Galopp wechseln, vollzieht sich die Beschleunigung bei den Dickhäutern in flüssigen Übergängen von geschwungenen zu hoppelnden Bewegungen, was zu einem geschmeidigen Bewegungsablauf führt.
Diese Erkenntnis steht im Gegensatz zur landläufigen Meinung, nach der sich Elefanten eher schwerfällig bewegen. Die Wissenschaftler um Hutchinson untersuchten die Bewegungsabläufe nun näher und zeichneten dazu die Bewegungen von acht asiatischen und sieben afrikanischen Elefanten mit einem Gewicht zwischen 500 Kilogramm und mehr als 3,5 Tonnen auf. An den Gelenken der Vorder- und Hinterbeine befestigten die Forscher Marker aus Infrarotlicht reflektierendem Klebeband, so dass sie die Position der einzelnen Glieder und Gelenke mit einer Infrarotkamera erfassen konnten. Die Forscher filmten 288 Schritte jedes Elefanten mit Geschwindigkeiten zwischen 2 und 17 Kilometern pro Stunde.
Die Bewegungsanalyse zeigte, dass die Tiere den Spielraum ihrer Gelenke beinahe komplett ausnutzen und fast genauso beweglich sind wie trabende Pferde. Beide Elefantenarten unterschieden sich hierbei nicht voneinander. Diese Beobachtungen sprächen dafür, dass der stark vereinfachte Vergleich von Elefantenbeinen mit statischen Säulen, die nur dazu dienen, Gewicht zu stützen, nicht gerechtfertigt sei, erklären die Forscher.
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Rechnen mit Rüssel
20.10.2008 - Biologie,New Scientist, Onlinedienst, ddp/wissenschaft.de - Uwe Thomanek
Elefanten sind in der Lage, Zahlen zu addieren
Elefanten können Rechnen: In Versuchen mit Asiatischen Elefanten konnte die japanische Biologin Naoko Irie von der Universität von Tokio zeigen, dass Dickhäuter nicht nur zählen, sondern auch einfache Additionsaufgaben bewältigen können. Damit reihen sich Elefanten in den wachsenden Kreis der Tiere ein, die bereits mathematische Fähigkeiten gezeigt haben.
In einem Versuch ließ Irie nacheinander eine unterschiedliche Anzahl an Äpfeln vor den Augen eines Elefanten in zwei Eimer fallen. Dabei kamen zum Beispiel in den ersten Eimer drei Äpfel und in den zweiten Eimer ein Apfel. Dann fügte die Biologin dem ersten Eimer nochmals vier Äpfel und dem zweiten fünf Äpfel hinzu. Problemlos erkannte Elefantendame Ashya, dass sich in dem ersten Eimer mehr Äpfel befanden und entschied sich für den Eimer mit den sieben Äpfeln.
Elefanten können mit einer Treffsicherheit von bis zu 90 Prozent sowohl kleine Zahlen summieren und als auch zwischen ihnen unterscheiden, erklärt Irie. Zwar können auch andere Tiere, angefangen vom Schimpansen über Papageien bis hin zu Salamandern, Zahlenwerte unterscheiden. Doch wenn eine Entscheidung zwischen zwei verschieden großen Mengen innerhalb von Sekundenbruchteilen erzwungen wird, gelingt dies allen Tieren und auch dem Menschen besser, je größer die Differenz zwischen der größeren und der kleineren Menge ist.
Das trifft jedoch nicht auf Elefanten zu, sagt Irie. Alle vier von ihr getesteten Elefanten konnten fast gleich gut zwischen fünf und sechs Äpfeln sowie zwischen fünf und einem Apfel unterscheiden. In 74 Prozent aller Fälle entschieden sich die Dickhäuter für den Eimer, in dem mehr Früchte waren.
Eine Erklärung dafür, warum sich die Fähigkeit, Rechnen zu können, bei den Elefanten entwickelt haben könnte, liefert die Elefantenexpertin Mya Thompson von der Cornell-Universität in Ithaca: Asiatische Elefanten leben in kleinen Gruppen von sechs bis acht Tieren. Mit dem spontanen Zählen und der problemlosen Unterscheidung von Mengen sei es ihnen möglich, festzustellen, ob ihre kleine Herde auch noch vollständig ist, erklärt sie.
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Das Märchen von den betrunkenen Elefanten
07.12.2005 - Biologie/Steve Morris (Universität in Bristol) et al.: Physiological and Biochemical Zoology, in Press / ddp/wissenschaft.de - Martina Feichter
Alkohol aus faulen Früchten ist wahrscheinlich nicht verantwortlich für beschwipste Dickhäuter
Die unter anderem im Filmklassiker "Die lustige Welt der Tiere" berühmt gewordenen torkelnden Elefanten in der afrikanischen Savanne sind möglicherweise gar nicht betrunken: Britische Biologen halten es für praktisch unmöglich, dass die Dickhäuter durch den Genuss fauler Früchte des Marula-Baumes (Sclerocarya birrea) einen Schwips bekommen können. Dazu müssten die Tiere nämlich Unmengen des gärenden Obstes zu sich nehmen, da der Alkoholgehalt der Früchte nur bei etwa 3 Prozent liegt. Die Ursache für die oft beobachteten Rauschzustände der Elefanten sind nach Meinung der Wissenschaftler vielmehr die giftigen Käferpuppen, die die Elefanten zusammen mit der Rinde der Marula-Bäume fressen.
Dass Elefanten dem Alkohol alles andere als abgeneigt sind, beweisen Berichte über Dickhäuter, die in Bier- und Weinlager eingedrungen sind. Schon länger bekannt ist auch die Vorliebe der Tiere für Marula-Bäume: Sobald deren Früchte reif sind, tummeln sich zahlreiche Elefanten in der Nähe der Bäume, um ihren Appetit zu stillen. Obwohl sie dabei Früchte bevorzugen, die noch am Baum hängen, verschmähen sie auch bereits herabgefallene Exemplare nicht.
Nach drei bis vier Tagen am Boden hat sich in diesem Fallobst durch Gärungsprozesse ein Alkoholgehalt von etwa 3 Prozent entwickelt. Bisher dachten Forscher, das Fressen dieser alkoholhaltigen faulen Früchte versetze die Elefanten in einen Rauschzustand. Nach Meinung der britischen Biologen wäre das aber nur möglich, wenn die Tiere ohne Wasser zu trinken ausschließlich Marula-Früchte fressen würden, und zwar mindestens das 400fache der maximal aufgenommenen Nahrungsmenge. Zudem müssten dabei alle Früchte mindestens 3 Prozent Alkohol enthalten. Nur unter diesen Voraussetzungen würde etwa ein drei Tonnen schwerer Dickhäuter genügend Alkohol aufnehmen, um davon in einen Schwips zu bekommen.
Die Biologen glauben daher, die Elefanten verdanken ihren torkelnden Gang nicht dem Fressen der faulen Früchte, sondern vielmehr der Rinde der Marula-Bäume: In dieser leben bestimmte Käferpuppen, die Einheimische traditionellerweise zum Anfertigen giftiger Pfeilspitzen verwenden. Das in den Puppen enthaltene Gift könnte nach Ansicht der Forscher bei den Elefanten den oft beobachteten wankenden Gang auslösen und ihnen damit den Ruf als Trunkenbolde eingebracht haben.
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Haben Elefanten telephatische Fähigkeiten??
11.2008 - (Quelle: Auszug aus dem Newsletter November 2007 Rettet die Elefanten Afrikas e.V.)
Es ist immer wieder verblüffend, wie die Elefanten die Ankunft von Neuankömmlingen erahnen. Kamboyo und Zurura verließen Nairobi morgens um 5:30 Uhr, und zur selben Zeit verließen die Ithumba-Elefanten ihre Schlafplätze und die Big Girls, Leitkuh Yatta, Mulika, Nasalot und Kinna, begannen zu trompeten. Sie rannten hin und her, waren sichtlich aufgeregt und verhielten sich ungewöhnlich. Die Keeper selbst waren noch nicht einmal darüber informiert, dass Kamboyo und Zurura erfolgreich verladen und auf dem Weg nach Ithumba waren! Sie erreichte die Nachricht erst gegen 8 Uhr - also ein weiteres Indiz für die erstaunliche Intuition der Elefanten! Es kann sich nur um Telepathie handeln, denn die großen Ithumba-Kühe haben Kamboyo und Zurura vorher nie getroffen.
Die Neuankömmlinge tauchten gegen ein Uhr mittags auf, nach einer langen und holprigen Reise. Sie waren kaum von der Ladefläche gelaufen, als sie von Sian und Loijuk erkannt und begrüßt wurden. Die vier kennen sich bereits aus der Nursery. Wendi und die ältere Gruppe untersuchten in der Zwischenzeit das Innere der Lkws um sicher zu stellen, dass es keine weiteren Überraschungen mehr gab. Alle Neuankömmlinge werden in Ithumba fröhlich willkommen geheißen, sowohl von den Herdenmitgliedern als auch den Keepern, die ja in allen drei Stationen tätig und bekannt sind.......
(Foto: R.E.A.E.V.) 
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Selbsterkenntnis mit dem Rüssel
31.10.2006 - Biologie
(Quelle: ddp/wissenschaft.de - Sabine Keuter / Joshua M. Plotnik (Emory University, Atlanta) et al.: PNAS, Bd. 103, S. 17053)
Elefanten erkennen ihr Spiegelbild
Elefanten erkennen sich selbst im Spiegel. Damit gehören auch sie zur kleinen Gruppe von Tieren, die den so genannten Spiegel-Selbsterkennungs-Test bestehen. Amerikanische Forscher um Joshua Plotnik entdeckten diese Fähigkeit, als sie drei asiatischen Elefantenkühen einen Spiegel vorhielten. Die Tiere untersuchten daraufhin nicht nur den Spiegel selbst, sondern betrachteten auch mithilfe ihres Spiegelbildes bestimmte Stellen an ihren Körpern. Bisher haben lediglich Menschen, Menschenaffen und Delfine diesen Test bestanden.
Für den Spiegeltest brachten die Wissenschaftler einen quadratischen Spiegel von fast zweieinhalb Metern Seitenlänge in das Elefantengehege im Bronx-Zoo in New York. Bei ihren folgenden Beobachtungen konnten sie Reaktionen der Elefantenkühe auf den Spiegel feststellen, die ähnlich denen von Affen und Delfinen in früheren Tests waren. Nach intensiver Inspektion des Riesenspiegels fingen die Tiere an, Bewegungen zu wiederholen und sich selbst dabei im Spiegel zu beobachten. Ihr nicht typisch soziales Verhalten gegenüber dem Spiegelbild zeigte den Forschern, dass sie es nicht mit einem anderen Elefanten verwechselten.
Weiter untersuchten sich die Elefantenkühe mithilfe des Spiegelbilds an Stellen, die sie ohne Spiegel nicht sehen konnten und schließlich bestand die Elefantendame "Happy" den so genannten Marker-Test. Hierzu wurde ihr ein weißes Kreuz an einer Stelle nahe der Stirn gemalt. Nachdem sie es im Spiegel entdeckte, berührte Happy dieses Kreuz mit ihrem Rüssel bezeichnend häufig. Sie wusste also, dass sie selbst der Elefant ist, den sie im Spiegel sieht.
Lange galten Menschenaffen und Menschen als die einzigen Tiere, die den Spiegel-Selbsterkennungstest bestehen könnten. Der Test ist ein Indikator für Selbstwahrnehmung und deutet auf eine Ausprägung von sozialem und einfühlsamem Verhalten hin. Nachdem aber auch ein relativ entfernter Verwandter des Menschen, ein Delfin, den Test bestand, suchten die amerikanischen Forscher den Elefanten als nächsten Kandidaten aus. Elefanten sind für ihr sehr fürsorgliches soziales Verhalten bekannt. Die Erkenntnisse aus diesem Test sind für die Forscher ein weiterer Hinweis darauf, dass sich ausgeprägtes soziales und einfühlsames Verhalten bei Säugetieren unabhängig voneinander entwickelt hat. Elefanten sind neben Primaten und Delfinen bislang die einzigen bekannten Tiere, die sich im Spiegel erkennen können.
 (Foto: Joshua Plotnik, Frans de Waal, Diana Reiss)
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Wie Elefanten Freund und Feind unterscheiden
19.10.2007 - Natur (Quelle: ddp/wissenschaft.de - Tobias Becker / Lucy Bates (St. Andrews University)et al.: Current Biology,Online-Vorabveröffentlichung, doi:10.1016/j.cub.2007.09.060)
Geruch und Farbe der Kleidung hilft den Rüsseltieren, die Gruppenzugehörigkeit von Menschen zu erkennen
Elefanten können anhand des Geruches und der Kleiderfarbe eines Menschen dessen Zugehörigkeit zu einer bestimmten Bevölkerungsgruppe erkennen. Dadurch können die Tiere einschätzen, wie hoch die Gefahr ist, die von diesem Menschen ausgeht. Das konnte nun erstmals ein schottisch-kenianisches Forscherteam durch Beobachtungen und Experimente belegen.
Die Forscher beobachteten Elefanten im Amboseli-Nationalpark im Südwesten Kenias direkt an der Grenze zu Tansania. Dort wird bereits seit 1972 das Sozialverhalten, die Altersstruktur und Veränderungen in der Population der dort lebenden Elefanten im Amboseli Elephant Research Project untersucht. In dem Gebiet leben unter anderem die Volksgruppen der Massai und der Kamba. Die Massai sind Viehzucht betreibende Nomaden, deren junge Krieger die Elefanten mit Speeren jagen, um ihre Männlichkeit zu beweisen. Die sesshaften Kamba, die hauptsächlich Ackerbau betreiben, stellen hingegen für die Tiere keine Gefahr da. Die Wissenschaftler wollten deshalb herausfinden, ob die Elefanten in der Lage sind, die verschiedenen Bevölkerungsgruppen und ihre Gefährlichkeit zu unterscheiden und ob dabei Geruch und Kleiderfarbe unabhängig voneinander als Erkennungsmerkmale dienen.
Die Forscher testeten die Reaktionen der Elefanten auf den Geruch von sauberer, ungetragener Kleidung, fünf Tage lang von Massai-Männern getragener Kleidung und fünf Tage lang von Kamba-Männern getragener Kleidung. Rochen die Tiere den Geruch von Massai-Männern, rannten sie deutlich schneller davon und entfernten sich auch weiter von den Kleidungsstücken, als dies der Fall in den anderen zwei Versuchsbedingungen war. Sie benötigten zudem länger um sich wieder zu beruhigen. Vor den von den Kamba-Männern getragenen Kleidungsstücken rannten die Elefanten zwar langsamer und nicht so weit davon, aber dennoch schneller und weiter als vor dem Geruch der ungetragenen Kleidung.
In einem weiteren Versuch wurden den Tieren saubere, ungetragene Kleidungsstücke gezeigt, die entweder Rot oder Weiß gefärbt waren, da die Massai bevorzugt rote Kleidung tragen, während die anderen Völker verschiedene Farben für ihre Kleidung benutzen. Auf die rote Farbe reagierten die Elefanten deutlich aggressiver als auf die weiße Kleidung und nahmen eine drohende Haltung ein. Die Forscher erklären dieses Verhalten mit dem Fehlen des bedrohlichen Geruches, der den Tieren die Nähe der Massai signalisiert, so dass sie gefahrlos ihre Antipathie gegenüber ihren Feinden zeigen konnten. Elefanten sind daher tatsächlich in der Lage, die Angehörigen verschiedener Gruppen ein und derselben Art zu erkennen und ihre Gefährlichkeit zu bewerten, so das Fazit der Forscher.
(Foto: (c) K. Slocombe / Current Biology)
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Was Elefanten Angst einjagt
09.10.2007 - Biologie (Quelle: ddp/wissenschaft.de - Gesa Graser / Lucy King (Universität Oxford) et al.: Current Biology, Band 17, Seite 832/)
Die Dickhäuter fürchten sich vor dem Summen von Bienen
Das Summen von Bienen schlägt Elefanten in die Flucht: Ganze Elefantenfamilien verlassen innerhalb weniger Minuten ihre Ruheplätze, wenn sie das typische Brummen der Insekten hören, haben Forscher beobachtet. "Fast die Hälfte der untersuchten Herden fing innerhalb von zehn Sekunden an, sich wegzubewegen", berichtet die Zoologin Lucy King von Experimenten in Kenia, bei denen Wissenschaftler die Tiere mit Aufnahmen summender Bienenschwärme konfrontierten.
Das Team hatte insgesamt 17 Elefantenfamilien in Kenia Aufnahmen von Bienen vorgespielt. Innerhalb von achtzig Sekunden hatten 16 der 17 Familien daraufhin ihren Ruheplatz unter Bäumen verlassen. "Wir sind nicht überrascht, dass die Elefanten auf das bedrohliche Summen von aufgescheuchten Bienen reagieren" erklärt King, "aber wir sind überrascht, wie schnell sie reagieren, indem sie weglaufen".
In einer Zeit, in der die Menschen immer weiter in die Lebensräume von Wildtieren eindringen und es immer wieder zu Konflikten zwischen Elefant und Mensch kommt, hoffen die Wissenschaftler, in dem Bienensummen ein Hilfsmittel zur Abschreckung von Elefanten gefunden zu haben, das sich Farmer zunutze machen können. Mit Hilfe von Bienen könnten Elefanten daran gehindert werden, die Ernte zu fressen und Bäume zu zerstören. Gleichzeitig könnten Dorfbewohner ihr Einkommen durch den Verkauf von Honig steigern. Mit solchen innovativen Ideen könnten extreme Lösungen wie das Erschießen der Tiere vermieden werden, erläutert King. Um die Effektivität dieser Art der Abschreckung zu erfassen, seien jedoch weitere Forschungen nötig.

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Individueller Vibrationsalarm
02.06.2007 - Biologie (Quelle: ddp/wissenschaft.de - Tobias Becker / Science, Onlinedienst/ Originalarbeit: Caitlin O'Connel-Rodwell (Stanford-Universität, Palo Alto) et al.: Journal of the Acoustical Society of America, August-Ausgabe)
Elefanten erkennen Bekannte an Erschütterungen im Erdboden
Elefanten können vertraute und fremde Artgenossen an den Erschütterungen unterscheiden, die sie mit ihren Rüsseln im Erdboden erzeugen. Dabei handelt es sich um sehr tiefe, für den Menschen nicht hörbare Schallwellen, die sich über die Erdoberfläche kilometerweit ausbreiten können. So warnen sich die Tiere beispielsweise gegenseitig vor Gefahren. Die Elefanten reagieren jedoch nicht auf alle derartigen Schallwellen gleich, haben nun amerikanische Forscher beobachtet: Sie scheinen erkennen zu können, von wem die Wellen stammen, und reagieren nur dann, wenn die Töne von vertrauten Artgenossen erzeugt werden.
Elefanten benutzen ihren Rüssel, um Töne im Infraschallbereich - dieser liegt unterhalb der hörbaren Tonhöhen - zu erzeugen, die sowohl über die Luft als auch durch den Boden übertragen werden. Wahrnehmen können die Tiere die durch den Boden übertragenen Schallwellen mit besonderen Zellen in ihren Beinen und Rüsseln. Schon früher hatten Forscher beobachtet, dass Elefanten über solche Infraschalltöne kommunizieren können.
Um diese Fähigkeit genauer zu untersuchen, nahmen die Forscher nun Warnrufe von Elefanten in Kenia und Namibia auf, mit denen sich die Tiere gegenseitig vor Löwen warnen. Diese wandelten sie in Infraschallwellen um und spielten sie namibischen Elefanten vor, die gerade an einem Wasserloch tranken. Auf die Warnrufe durch namibische Elefanten reagierten diese Tiere durch Erstarren, sich Zusammendrängen und einem schnellen Verlassen des Wasserlochs. Die Schallwellen der kenianischen Elefanten nahmen sie hingegen zwar wahr, reagierten darauf aber kaum. Ebenso ignorierten die Tiere künstlich erzeugte Erschütterungen, die ähnliche Eigenschaften wie die aufgenommenen Schallwellen hatten.
Warum die Elefanten unterschiedlich auf die Schallwellen verschiedener Artgenossen reagieren, wissen die Forscher noch nicht. Sie vermuten jedoch, dass die Tiere nur denjenigen Tönen trauen, die sie bekannten Elefanten zuordnen können. Wahrscheinlich schützen sie sich so davor, auf Scheinwarnungen hereinzufallen, denn jede Flucht kostet die Tiere kostbare Energie.
 (Foto: Freddy Weber)
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Flachlandtiroler mit Rüssel
25.07.2006 - Natur (Quelle: ddp/wissenschaft.de - Ilka Lehnen-Beyel / Fritz Vollrath (Universität Oxford) et al.: Current Biology, Bd. 16, S. R527)
Elefanten sind Klettermuffel und meiden bergige Gegenden
Elefanten mögen keine Berge: Wann immer sie können, vermeiden sie auf ihren Wanderungen Wege mit Steigungen. Das hat ein internationales Forscherteam entdeckt, als es mithilfe von GPS-Sendern die Wanderungen afrikanischer Elefanten in Kenia verfolgte. Schuld an dieser Abneigung ist wahrscheinlich der hohe Energieaufwand, den die schweren Tiere bei Bewegungen auf bergigem Terrain betreiben müssen. Demnach verbraucht ein Vier-Tonnen-Elefant beim Klettern 25-mal mehr Energie als für die gleiche Strecke auf ebener Erde. Die Ergebnisse sollen helfen, das Wanderverhalten der Tiere besser zu verstehen und sie so besser schützen zu können, schreiben die Forscher.
Die Wissenschaftler um Fritz Vollrath konzentrierten sich in ihrer Studie auf ein Gebiet im zentralen Kenia, das insgesamt 32.000 Quadratkilometer umfasst und auf dem schätzungsweise 5.400 Elefanten leben. Wo sich die Tiere bevorzugt aufhalten, konnten die Forscher dabei anhand der GPS-Daten beobachten: Wie schon in anderen Studie beschrieben, nutzten die Elefanten auch hier hauptsächlich bestimmte Areale, so genannte Hot Spots, die untereinander durch festgelegte Wege verbunden sind. Diese Korridore verlaufen meist durch Gebiete, die ansonsten von den Dickhäutern gemieden werden.
Eine mögliche Erklärung für dieses Verhalten fanden die Wissenschaftler, als sie die Elefantenrouten mit dem Höhenprofil der Landschaft verglichen: Je stärker in einem Bereich die Steigung des Bodens war, desto seltener waren dort Elefanten anzutreffen. Das galt selbst dann, wenn das hügelige Areal ein besseres Nahrungsangebot bereithielt als die ebenen Strecken in der Nähe - ein Hinweis darauf, dass die Abneigung der Tiere gegen bestimmte Gebiete tatsächlich von der Bodenbeschaffenheit und nicht von anderen Faktoren wie Feuchtigkeit oder Vegetation geprägt wird, schreiben die Forscher.
Tatsächlich ist Klettern für einen Elefanten extrem energieaufwändig, zeigt eine Berechnung der Wissenschaftler: Um ein Tier mit einem Gewicht von 4.000 Kilogramm einen einzigen Meter in die Höhe zu wuchten, benötigen die Muskeln etwa 100 Kilojoule oder 25 Kilokalorien zusätzlich. Einen Hügel von 100 Metern Höhe zu erklimmen, kostet einen solchen Elefanten demnach 2.500 Kilokalorien und damit eine Energiemenge, für die er eine halbe Stunde lang intensiv fressen müsste. In Kombination mit Gefahren wie dem erhöhten Verletzungsrisiko, einem potenziellen Wassermangel oder dem Risiko einer Überhitzung beim Klettern sorgt dieser immense Energieaufwand dafür, dass Elefanten Steigungen meiden, wo immer es geht, schließen die Forscher. Sie vermuten sogar, dass diese Abneigung auch die Wahrnehmung der Tiere prägt und sie Steigungen sehr viel deutlicher sehen als leichtere Tiere.

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Elefanten können rennen - in Zeitlupe
28.06.2007 - Biologie (Quelle: ddp/wissenschaft.de - Claudia Hilbert - Nature, Onlinedienst, DOI:10.1038/news070625-6 / Originalarbeit der Forscher: Lei Ren, John Hutchinson (University of London): Journal of the Royal Society Interface, Online-Vorabveröffentlichung, DOI: 10.1098/rsif.2007.1095 / )
Forscher finden Geschwindigkeit, bei denen die Dickhäuter ihre Gangart wechseln
Elefanten können entgegen bisheriger Annahmen nicht nur traben, sondern auch rennen: Beobachtungen britischer Forscher von Elefanten aus Zoos zeigen, dass die Tiere auf das doppelte ihrer normalen Laufgeschwindigkeit beschleunigen und dabei ihre Gangart ändern können. Als wären Sprungfedern an ihren Hinterfüßen befestigt, treiben sie so ihren schweren Körper vorwärts. Nach Ansicht der Wissenschaftler lässt sich diese ungewöhnliche Fortbewegungsart als Rennen einordnen.
Bereits in früheren Experimenten in Thailand konnten John Hutchinson und seine Kollegen zeigen, dass Elefanten sehr schnell laufen können. Die Tiere konnten sich mit Geschwindigkeiten von bis zu 24 Kilometern pro Stunde bewegen. Die Wissenschaftler untersuchten damals allerdings vor allem die Höchstgeschwindigkeiten und weniger die Art und Weise, wie sich Elefanten beim Rennen fortbewegen. "Das Rätsel bestand stets darin, mit welcher Geschwindigkeit die Elefanten ihre Gangart ändern, also wann sie von schnellem Laufen in richtiges Rennen übergehen", erklärt Hutchinson.
Nun beobachteten Hutchinson und sein Kollege Lei Ren fünf Elefanten aus britischen Tierparks, bei denen sie jeweils zwei Bewegungssensoren an ihren Füßen und zwei Sensoren an ihrem Rücken befestigten. Dabei trotteten die Dickhäuter nicht nur gemütlich umher, sondern wurden auch durch kleine Leckerbissen und von ihren Pflegern so angetrieben, dass sie die Strecke entlangrannten. Dabei erreichten die Elefanten eine Höchstgeschwindigkeit von nur etwa 13 Kilometern pro Stunde, was darauf hindeute, dass die Tiere nicht so trainiert waren wie ihre thailändischen Artgenossen aus der früheren Studie, so die Forscher.
Die Elefanten beginnen bei einem relativ niedrigem Tempo von etwa acht Kilometern pro Stunde zu rennen, zeigen sich die Biologen überrascht. Sie vermuten nun, dass viele große Säugetiere wie etwa auch Nashörner bereits bei sehr niedrigen Geschwindigkeiten ihre Gangart ändern. Möglicherweise versuchen die Tiere auf diese Weise, ihre Balance beizubehalten und die Knochen und Muskeln zu schonen, so die Wissenschaftler. Hutchinson und seine Kollegen planen nun weitere Untersuchungen, um mehr über die Fortbewegung der Dickhäuter herauszufinden. "Denn womöglich besitzen Elefanten mehr als nur zwei Gangarten", so Hutchinson.
 So könnte es ausgesehen haben.
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Selbsterkenntnis Teil 2!
(Quelle: scienceticker.info)
Schon länger werde vermutet, dass Elefanten über derartige Fähigkeiten verfügen könnten, erklärt Joshua Plotnik von der Emory University in Atlanta. "Ihr komplexes Sozialverhalten, ihr wohlbekanntes altruistisches Verhalten und natürlich ihr großes Hirn machen Elefanten zu logischen Kandidaten für Spiegeltests." Zu den übrigen erfolgreich getesteten Arten gehören Menschenaffen, Große Tümmler und auch Elstern.
Bisherige Tests mit relativ kleinen Spiegeln außerhalb der Rüsselreichweite waren stets negativ ausgefallen. Plotnik und Kollegen konfrontierten nun drei weibliche Asiatische Elefanten mit einem 2,5 mal 2,5 Meter großen und stabilen Spiegel, den die Tiere ausführlich untersuchen konnten. Nachdem sie dies getan hatten, schienen alle drei Damen das Spiegelbild regelrecht zu testen: So bewegten sie Rüssel, Kopf und Körper immer wieder hin und her oder fraßen eigens herangeschafftes Futter vor dem Spiegel.
Zumindest ein Tier, die 34-jährige Happy, bestand einen besonders strengen Selbsterkennungstest. Plotnik und Kollegen malten der Elefantendame einen hellen Fleck auf die Kopfseite außerhalb ihres Blickfelds. Nachdem sich Happy samt Fleck im Spiegel gesehen hatte, tastete sie immer wieder mit dem Rüssel nach der entsprechenden Kopfseite. Dieses Verhalten blieb aus, wenn die Forscher lediglich eine farblose Flüssigkeit aufgetragen hatten. Bei späteren Versuchen zeigte Happy - ebenso wie ihre Artgenossinnen - allerdings keinerlei Interesse mehr an dem Fleck.
Auch bei den übrigen erfolgreich getesteten Arten beständen nicht immer alle Individuen den Selbsterkennungstest, schreiben Plotnik und Kollegen in den "Proceedings of the National Academy of Sciences". Ihrer Ansicht nach zeigen die neuen Resultate, dass die Evolution der geistigen Fähigkeiten auf unterschiedlichen Ästen des Tierstammbaums in die gleiche Richtung verlaufen ist.
Forschung: Joshua M. Plotnik und Frans B.M. de Waal, Yerkes National Primate Research Center und Department of Psychology, Emory University, Atlanta; Diana Reiss, Osborn Laboratories of Marine Sciences, Wildlife Conservation Society, Brooklyn, New York
Happy. Foto: PNAS
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Kommunikation
(Quelle: Focus 02.06.07)
Elefanten erkennen Schallwellen-Dialekt. Die Dickhäuter können vertraute und fremde Artgenossen an den Erschütterungen unterscheiden, die diese mit ihren Rüsseln im Erdboden erzeugen. Elefanten erkennen die Schallwellen ihrer Verwandten. Dabei handelt es sich um sehr tiefe, für den Menschen nicht hörbare Schallwellen, die sich über die Erdoberfläche und die Luft kilometerweit ausbreiten können. Wahrnehmen können die Tiere sie mit besonderen Zellen in ihren Beinen und Rüsseln.
Schon früher hatten Wissenschaftler beobachtet, dass Elefanten über die sogenannten Infraschalltöne kommunizieren können. Kommunikation per Zeichensprache.Die Dickhäuter warnen sich auf diese Weise beispielsweise vor Gefahren. Doch sie reagieren nicht auf alle Schallwellen gleich, haben nun amerikanische Forscher beobachtet. Die Tiere scheinen erkennen zu können, von wem die Wellen stammen, schreiben die Wissenschaftler um Caitlin O´Connel-Rodwell von der Stanford-Universität in Palo Alto im Fachmagazin SCIENCE.
Schutz vor falschen Warnungen
Die Wissenschaftler nahmen Rufe von Elefanten auf, mit denen sich die Tiere vor Löwen warnen. Sie wandelten die Geräusche in Infraschallwellen um und spielten sie namibischen Elefanten vor, die gerade an einem Wasserloch tranken. Stammten die Rufe von Artgenossen aus Namibia, reagierten die Dickhäuter sofort: Sie erstarrten, drängten sich zusammen und flohen dann. Kam die Botschaft von kenianischen Elefanten, ignorierten sie sie. Auch auf künstlich erzeugte Erschütterungen, die ähnliche Eigenschaften wie die aufgenommenen Schallwellen hatten, reagierten sie nicht.
Die Forscher vermuten, dass die Tiere nur denjenigen Tönen trauen, die sie bekannten Elefanten zuordnen können. Wahrscheinlich schützen sie sich so davor, auf Scheinwarnungen hereinzufallen, denn jede Flucht kostet die Tiere Energie. sr/dpa
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Elefanten bekommen eigene Stadt!
(Quelle: Focus 22.05.07)
Elefanten sollen am Rande der nordwestindischen Touristenmetropole Jaipur eine eigene Stadt bekommen. Die Nachrichtenagentur IANS meldete am Dienstag unter Berufung auf die Behörden, der Bau des neuen Zuhauses für die Dickhäuter werde demnächst beginnen und rund eineinhalb Jahre dauern. Die neue Stadt solle dann rund 100 Elefanten und ihre Hüter beherbergen und selbst zum Touristenmagnet werden. Vorgesehen seien eine natürliche Umgebung mit Bepflanzung, eine Tierklinik und Aussichtsplattformen für Touristen.
Bislang schlafen die Elefanten in Jaipur meist auf der Straße. Touristen können auf den Tieren etwa zum historischen Fort der Hauptstadt Rajasthans reiten, das auf einem Hügel liegt. Rajasthan ist eines der populärsten Reiseziele ausländischer Touristen in Indien. Neben zahlreichen Forts, Maharaja-Palästen und Tempeln bietet der Bundesstaat Wüste und Seen. it/dpa
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